Herbergssuche

Es gibt zahlreiche Portale, über die man nach geeigneten Unterkünften schauen kann. Und das ist natürlich auch das was wir, mehr oder weniger erfolgreich tun. Finde die Stecknadel im Heuhaufen heißt das Spiel manchmal.

Unser aktuelles Beispiel: die erste Unterkunft auf Bali

  • Die Punktzahl auf Booking war 9,0 = hervorragend
  • Die schriftlichen Bewertungen ebenfalls gut bis sehr gut
  • Und die Bilder sowieso sehr schön.

Also haben wir gebucht.

Der erste Eindruck ist gut. Aber dahinter: das komplette Inventar bitte mal säubern! Der Rand um das Waschbecken ist 5 cm schwarz und alles fühlt sich etwas klamm an und riecht leicht modrig. Ich behalte meine Socken an und gehe nicht barfuß durchs Zimmer, was mittlerweile ein sicheres Zeichen von „NEIN“ für mich ist.

Einer hatte bei den Bewertungen geschrieben, dass das Bad etwas in die Jahre gekommen ist. Ansonsten keine negativen Bewertungen.

Allerdings weiß ich ja auch nicht, ob die anderen es nicht einfach so gemacht haben wie wir, nichts geschrieben und wieder abgereist. Und außerdem gibt es ja auch immer wieder Gerüchte über gekaufte Bewertungen und solchen, die Menschen schreiben und dafür kostenlos wohnen dürfen, also auch eine Art von „gekaufter“ Bewertung.

Zumindest sage ich der Dame an der Rezeption, dass wir mit der Sauberkeit nicht einverstanden sind. Nur um 10 Uhr abends bringt das nicht so viel und außerdem nützt es in einem solchen Fall auch nicht für 10 Minuten den Reinigungsservice durch zu schicken.

Bis nachts um 2 habe ich also wieder das Internet (unsere gängigen Portale), das Universum, meine Intuition und alle die sonst noch mit dabei waren um Unterstützung gefragt und schließlich was neues gefunden.

Beim Aufwachen habe ich einen dicken Kloß im Hals und der muffige Geruch hat über Nacht zugenommen. Der Mutterinstinkt in mir ist in dem Moment grenzenlos. Raus an die frische Luft Kinder. Ich packe in 20 Minuten alles zusammen, während Timo mit der neuen Unterkunft spricht und im Rahmen unseres Budgets (Jippih!!) eine Zusage bekommt. Eine Stunde Fahrt über die Insel und hoffen, dass es dieses mal besser ist. Und es ist.

Wir haben jetzt schon das 2. mal verlängert. Es geht: ein Platz zum Wohlfühlen, mit netten Menschen (Gäste, Management und Angestellte), die sich kümmern und das alles zum erschwinglichen Preis. Ich laufe Barfuß durch unser kleines feines Zimmer und sage von Herzen DANKE.

“Und was willst du jetzt mitteilen?” fragt mich Timo.

Zum einen dass ich gelernt habe, dankbar zu sein. Für einen schönen Ort an dem wir wohnen können und dafür dass ich dort barfuß laufen kann.

Und, dass ich durch die Erfahrung gelernt habe auch unbequeme Entscheidungen zu treffen.

Auch dafür, dass ich noch mehr ein Gespür dafür bekomme, wo ich mich wohl fühle und wo nicht.

Und dann fällt mir noch ein: es ist keine Frage des Budgets. Unsere günstigste Unterkunft war gleichzeitig eine der besten auf der ganzen Reise.

Fehlt ein Fazit?
Sei anspruchsvoll und vertraue auf deine Intuition

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